INHALT
Wenn der Wecker morgens klingelt, ist bei Maulwurf die Welt in Ordnung. Und auch Falkenhorst und Kalle können nicht klagen, denn ihr Comedy-Theater, das Cabaret Toujour, läuft wie Bolle. Das Haus ist jeden Abend rappelvoll und die Kasse klingelt. Kalle sei Dank, denn mit seinem Bühnenprogramm reißt der Eisbär die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin - und feiert nach seinen Auftritten am liebsten sich selbst. Kalle ist der Star, da kann sich der pedantische Frosch Falkenhorst als Theaterleiter noch so wichtig nehmen und ihn in seinem übermütigen Erfolgsrausch in die Schranken weisen. Aber gut, sonst würde er wohl vollends durchdrehen. Und auch so muss Richy (Holger Kraft), ihr „Mann für alles“, noch oft genug zum zwielichtigen Spec (Christoph Maria Herbst), um bei ihm zu besorgen, womit sich Kalle so gern sein Näschen pudert. Nur Maulwurf ist mit sich im Reinen und sagt zu all dem wenig - aber was soll er auch groß sagen? Ganz anders am anderen Ende der Stadt. Dort steht das Theater der Freude mangels Publikum kurz vor dem Ruin, und seinem unkündbaren Ensemble um Kasper, Seppel, Gretel, Krokodil, Großmutter, Svetlana (Dorka Gryllus) und Bodo (Bodo Goldbeck) das Wasser bis zum Hals. Doch Impresario Kasper hat schon einen Plan: Um die offenen Rechnungen zu begleichen, will er Kalle entführen und von Maulwurf und Falkenhorst Lösegeld erpressen. Gesagt, getan - und eigentlich ganz einfach. Maulwurf hat das Geld flüssig, organisiert mit Falkenhorst die Übergabe, und Kurier Richy macht sich auf den Weg. Dann aber verliert Kasper den Überblick, und sein Plan läuft aus dem Ruder: Kalle entpuppt sich als äußerst unbequemes Entführungsopfer, Gretel und Krokodil sabotieren die Aktion aus gutem Grund, und als auf einmal auch noch Spec im Entführungsreigen mitmischt, ist das Chaos perfekt. Kalle bleibt verschwunden - und Maulwurf und Falkenhorst machen sich fest entschlossen auf den Weg, um ihn den Händen der Entführer zu entreißen...
CAST & CREW
Darsteller
Christoph Maria Herbst als Spec
Dorka Gryllus als Svetlana
Holger Kraft als Richy
Bodo Goldbeck als Bodo
 
Puppenspieler
René Marik (Maulwurf, Kalle und Falkenhorst)
Rike Schuberty (Gretel)
Ulli Voland (Krokodil)
Jochen Menzel (Kasper)
Lars Frank (Seppel)
Tilla Kratochwil (Großmutter)
 
Hinter der Kamera
René Marik Regie / Drehbuch
Johan Robin Regie
Thomas Brussig Drehbuch
Christoph Maria Herbst wurde 1966 in Wuppertal geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Parallel war er in der freien Theaterszene in Wuppertal aktiv. 1986 beteiligte er sich an der Gründung des privaten Theaters in Cronenberg. Nachdem ihn fast alle Schauspielschulen als „talentfrei“ abgelehnt hatten, bekam er 1989 sein erstes Engagement am Landestheater Dinslaken, bevor er für insgesamt vier Jahre an das Stadttheater nach Bremerhaven ging. Sein Fernsehdebüt gab Christoph Maria Herbst 1997 in der Neuauflage des ARD-Erfolgs „Sketchup“. Von 2002 bis 2004 gehörte er zum festen Ensemble der Sat.1-Reihe „Ladykracher“ und erhielt für seine Sketche mit Anke Engelke den Deutschen Comedypreis als bester Newcomer. Seine Titelrolle als unerträglicher Abteilungsleiter einer Versicherung in der ProSieben-Serie „Stromberg“ brachte ihm ab 2004 drei Deutsche Comedypreise, einen Deutschen Fernsehpreis, den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf- Grimme-Preis ein. Bislang liefen fünf Staffeln der „Stromberg“-Reihe. Es folgten Hauptrollen und markante Nebenrollen in DER WIXXER (2004), NEUES VOM WIXXER (2007), WO IST FRED? (2006), DIE AUFSCHNEIDER (2007), HUI BUH – DAS SCHLOSSGESPENST (2006) und HÄNDE WEG VON MISSISSIPPI (2007). Unter der Regie von Michael Bully Herbig drehte er (T)RAUMSCHIFF SURPRISE – PERIODE 1 (2004) und WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER (2009). Im Herbst 2011 reüssierte Christoph Maria Herbst in der ersten deutschen 3D-Realverfilmung, dem zweiten Film der Wikinger-Saga WICKIE AUF GROSSER FAHRT unter der Regie von Christian Ditter. Zuletzt hatte er eine wichtige Rolle in der Jugendbuchverfilmung DAS HAUS DER KROKODILE (2012) vom Regieduo Stennert und Boss. Bereits abgedreht ist ein Auftritt als aufdringlicher Journalist in KING PING (2013). Aktuell entsteht mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle STROMBERG – DER FILM (2013), der Anfang 2014 in die Kinos kommen wird. 2008 war Christoph Maria Herbst im Sat.1-Zweiteiler „Zwei Weihnachtsmänner“ zu sehen, der mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde. 2010 sah man Christoph Maria Herbst als Kommissar in der ProSieben-Reihe "Kreutzer kommt", eine weitere Folge mit ihm als Kommissar ist bereits realisiert. Ende 2010 erschien auch Herbsts Debütroman unter dem Titel "Ein Traum von einem Schiff: Eine Art Roman". Auch als Hörbuchsprecher ist er vertreten. Er sprach u.a. die Tommy-Jaud-Romane „Vollidiot“, „Resturlaub“ und „Millionär“, Ralf Husmanns „Nicht mein Tag“ und Zweigs „Schachnovelle“. Als Synchronsprecher agierte er bereits für die Animationsfilme RITTER ROST (2013), URMEL AUS DEM EIS, URMEL VOLL IN FAHRT und HORTON HÖRT EIN HU! und für Dany Boons Komödie WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS.
Die Ungarin DORKA GRYLLUS, Jahrgang 1972, zog vor knapp zehn Jahren nach Berlin, um die Sprache besser zu lernen und so als Schauspielerin bessere Chancen auch in Deutschland zu haben. Sie blieb – und feierte ihren Durchbruch schließlich 2007 mit dem britischen Berlinale-Hit IRINA PALM („Irina Palm“) an der Seite von Marianne Faithfull. Zuletzt war sie in dem Aufsehen erregenden ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ aus Nico Hofmanns Erfolgsschmiede teamworx zu sehen. Davor spielte sie an der Seite von Maria Furtwängler in Miguel Alexandres Zweiteiler „Schicksalsjahre“, ebenfalls für das ZDF. Gryllus studierte Schauspiel an der Theater- und Filmakademie in Budapest und war fünf Jahre lang am Theater Kaposvár engagiert. Auch in New York und Berlin stand sie schon auf der Bühne. In Ungarn ist sie mit zwei Dutzend Kino- und Fernsehfilmen seit Mitte der Neunziger längst ein Star. In Deutschland fiel sie erstmals durch ihre Rolle in Rolf Schübels EIN LIED VON LIEBE UND TOD - GLOOMY SUNDAY (1999) auf. Unter Schübels Regie spielte sie im Anschluss auch in den Fernsehproduktionen „Kollaps“ und „Zeit der Wünsche“. Für Dieter Wedel stand sie in „Mein alter Freund Fritz“ vor der Kamera. In Ungarn feierte sie 2005 mit DALLAS PASHAMENDE („Hau ab“) einen Kinokassenerfolg. In deutschsprachigen Raum hatte Gryllus im Anschluss an den Erfolg von IRINA PALM Gastrollen in „Tatort“-Episoden und war im Kino schließlich in Wolfgang Murnbergers Haas-Verfilmung DER KNOCHENMANN (2009) und Fatih Akins Venedig-Hit SOUL KITCHEN (2009) mit Moritz Bleibtreu zu sehen. Es folgten Rollen in RHEINGOLD (2010), „Das Geheimnis in Siebenbürgen“ und „Der Kriminalist“ sowie DER KAMERAMÖRDER (2010) von Robert-Adrian Pejo, für den sie als Beste Darstellerin für den Österreichischen Filmpreis nominiert wurde. Aktuell hat Dorka Gryllus die „Tatort“-Episode „Schwindelfrei“ mit Ulrich Tukur für den Hessischen Rundfunk abgedreht.
RENÉ MARIK wurde am 1. Juni 1970 in Hildesheim geboren. Nach dem Hauptschulabschluss versuchte er sich als 15-Jähriger an einer Lehre als KFZ-Mechaniker in der elterlichen Werkstatt im Westerwald, die er allerdings nach nicht einmal einem Jahr abbrach. Er ging auf die Schule zurück, machte sein Abitur und studierte zunächst Mathematik an der Uni Siegen. Mit dem Vordiplom in der Tasche zog er 1993 nach Berlin um, wo er in der Hausbesetzerszene Fuß fasste und bei der Punkband „Die fickenden Turnschuhe“ mitspielte. 1995 ließ Marik die Mathematik hinter sich und studierte "Puppenspiel" an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Eine Freundin hatte ihn zu einem Puppentheaterstück mitgenommen und er war völlig begeistert von dieser Kunstform. Von 2000 bis 2004 war er festes Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena (zusammen mit Rainald Grebe). Später folgten weitere Anstellungen, unter anderem am Neuen Theater in Halle und am Deutschen Theater in Berlin. Während der Zeit am Theaterhaus Jena entwickelte René Marik seine Figuren: den blinden, sprachbehinderten Maulwurf, den Frosch Falkenhorst, Kalle, den Eisbären und einige andere. Regelmäßig traf sich das Ensemble zu einer gemeinsamen Show im Theater, die "Falkenhorst-Show", ein verwegener Mix aus Puppenspiel, Songs, Lesung und Quatsch. Nach der Auflösung des Ensembles in Jena ging René Marik als Schauspieler ans Neue Theater Halle. Doch das Puppenspiel liess ihn nicht los und er bespielte hin und wieder die hauseigene Puppenbühne. Er entwickelte weitere Szenen, die er irgendwann beiläufig bei Youtube einstellte. Das war der Startschuss zu seiner steilen Karriere als Puppencomedian. Die Clips wurde begeistert geklickt, weiterempfohlen und schließlich bald hunderttausendfach angesehen. Bald kamen weitere Auftritte in Berlin im Quatsch Comedy Club oder der Bar jeder Vernunft dazu. Immer häufiger wurde Marik auch zu Kurzauftritten in Fernsehshows eingeladen. Tourneen durch ganz Deutschland folgten, schließlich wurden mit der Puppenshow ganze Hallen gefüllt. Großen Erfolg hatte Marik in seinen Programmen auch mit der Kunstfigur „Eminenz Don Mercedes Moped“, die er als Gitarrist und Sänger verkörpert, begleitet von seinem Keyboarder „Tastateur Professor Inge“ (Ingo Günther). 2007 erhielt Marik den Cabinet-Preis in der Sparte „Comedy“. 2008 gewann er den Jurypreis beim Prix Pantheon in der Kategorie „Frühreif und Verdorben“. Die Jury erklärte, dass Marik „dem einst so depperten Kasperletheater ein großartig subversives Comeback beschert“ habe. Im September 2008 erschien sein DVD Debut „AUTSCH’N!", welches mit mehr als 150.000 verkaufte Einheiten 3-Fach Platin erreichte. Im September 2010 erscheint „KasperPop“, die DVD zum gleichnamigen zweiten Bühnen-programm, welche auf Platz 1 der offiziellen Media Control Top 10 Comedy Charts einstieg und nahtlos an den vorangegangenen Erfolg anknüpfte. Im gleichen Jahr war Marik auch einer der Synchronsprecher von Disneys erfolgreichem Animationsfilm RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT (Tangled, 2010). Im TV konnte René Marik bei den Ausstrahlungen seiner beiden Programme auf dem Sender RTL jeweils 24-28% MA und damit ca. 3 Mio. Zuschauer erreichen. Bei der Verleihung der 1Live-Krone am 9. Dezember 2011 kündigte er an, keine weiteren Liev-Auftritte mit seinen Puppen zu gestalten und sich stattdessen lieber anderen Dingen zuzuwenden. 2012 gab es eine umjubelte Abschlusstour mit Maulwurf, Falkenhorst und Kalle. Der Film GELD HER ODER AUTSCH’N! markiert also nicht nur einen Höhepunkt, sondern auch einen vorläufigen Schlusspunkt.
HOLGER KRAFT wurde in Rüsselsheim geboren und studierte Schauspiel von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Nach dem Studium ging er ins Erstengagement am Theaterhaus Jena unter der künstlerischen Leitung von Claudia Bauer. Von 2004 bis 2007 arbeitete er als freischaffender Schauspieler u.a. am Theater Erlangen, Theater Freiburg, am Deutschen Theater Berlin sowie am Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Von 2007 bis 2012 folgte dann feste Engagements in Stuttgart und den Wuppertaler Bühnen. Parallel hierzu gründete Kraft mit befreundeten Schauspielern, Regisseuren und Musikern die Gruppe sechzig90. Derzeit arbeitet Holger Kraft als freier Schauspieler und Dozent für Schauspiel an der ADK Ludwigsburg.
BODO GOLDBECK, Jahrgang 1965, ist ein versierter deutscher Theaterschauspieler, der seit 2003 festes Ensemblemitglied im Berliner Theater im Kino ist und dort in Stücken wie „Der Echsenkönig“, „Iwanow“, „Ich bin immer ich“, „Hamlet.Zum Kotzen“, „Der Kontrabass“, „Saturnus“, „Mr. Pilks Irrenhaus“, „Kain“ oder „Frontbericht einer Ehe“ zu sehen war.
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